Einweihung Kunstrasenplatz am Wertwiesenpark
- 25.06.2024
Ein kleiner Schnitt durch das rot-weiß-blaue Band, und es ist offiziell: Die TSG Heilbronn kann sich am Wertwiesenpark über einen frisch sanierten Kunstrasenplatz freuen. Bürgermeisterin Agnes Christner und der Zweite Vorsitzende Markus Scheffler vollzogen den Akt mit der Schere am Samstagmittag, nachdem zuvor dort schon die erste gegen die zweite Fußballmannschaft angetreten war. Die Fußballer und die Lacrosse-Abteilung sind die intensivsten Nutzer des Platzes.
Eigenanteil „Das ist ein Termin, der Freude macht, wenn man sehen kann, wo das Geld gut angelegt ist“, befand Agnes Christner. 232.000 Euro hat die Sanierung des 2008 eröffneten Platzes gekostet. 127.000 Euro Zuschüsse, darunter auch Sondergelder, flossen als Unterstützung von der Stadt, weitere 70.000 Euro vom Württembergischen Landessportbund. „Das heißt, wir mussten hier nur einen Eigenanteil von 15 Prozent leisten, das ist wirklich sehr erfreulich“, betonte TSG-Geschäftsführer Marcel Hetzer. Beim Hockeyplatz im Pfühl sehe die Finanzierung ganz anders aus, da werde es auf 1,9 Millionen Euro Eigenanteil hinauslaufen. „Das kann nicht jeder Verein stemmen.“
Das Gute am Kunstrasenplatz war, dass nach der Entfernung des eigentlichen Rasens im Untergrund keine unangenehmen Überraschungen warteten. Das wäre sonst deutlich teurer geworden. Der neue ist CO2-neutral, das war der TSG im Rahmen ihrer Nachhaltigkeits-Agenda wichtig. In Absprache mit der Stadt hat man sich für eine Sandverfüllung mit Quarzsand entschieden, der aktuell auch noch deutlich zu sehen ist, sich aber mit der Zeit weiter in den Untergrund arbeitet und irgendwann auch nachgefüllt werden muss. Die Mischung aus glatten und gekräuselten Fasern weist eine hohe Dichte von 230.000 Stoppeln pro Quadratmetern auf. Die müsse man hin und wieder neu aufrichten, trotzdem soll der Rasen im Vergleich zu anderen Exemplaren relativ pflegearm sein, so Hetzer.
Zu sehen sind zwischen all dem Grün nicht nur die weißen Linien für den Fußball, sondern auch die gelben Markierungen für Lacrosse sowie angedeutet rote und blaue Striche für Kleinspielfelder. Spannenderweise wurden die Linien nicht etwa auf den fertig in Bahnen ausgerollten Grund aufgemalt, sondern die Streifen erst ausgeschnitten und dann eingefärbt wieder eingesetzt und vernäht. Gedauert hat das Ganze gerade mal einen Monat, weswegen die Bauzeit auch extra auf die Phase nach dem Ende der Saison beider Sportarten gewählt wurde.
Neben den eigenen Mannschaften nutzen den Rasen auch Kooperationspartner etwa von den Hochschulen und dem Therapeutikum. Angedacht ist auch eine neue Verbindung mit der Behindertensportgemeinschaft Neckarsulm. Direkt nach der Einweihung durften aber erstmal die Lacrosse-Spielerinnen und -Spieler ran, um ihren Sport zu präsentieren.
(c) Heilbronner Stimme



