Die Vorrunde der Verbandsoberliga ist gespielt, und wenn wir ehrlich in den Spiegel schauen, zeigt das Tabellenbild nicht das, was wir uns vor der Saison erhofft hatten. Wir überwintern auf einem Abstiegsplatz. Eine Serie von Niederlagen in den letzten vier Spielen hat uns tief in den Abstiegskampf gezogen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Leider konnten wir in dieser entscheidenden Phase nur selten in Bestbesetzung antreten. Sei es verletzungsbedingt, als reine Vorsichtsmaßnahme, um schlimmere Verletzungen zu vermeiden, oder aus privaten Gründen – die Konstanz in der Aufstellung fehlte, was sich schlussendlich auch in den Ergebnissen widerspiegelte.
Hier ein Rückblick auf die letzten vier Begegnungen, die uns einiges abverlangt haben:
Heimniederlage mit „Stromausfall“: TSG Heilbronn – TTF Altshausen (3:7)
Am 22. November empfingen wir die Gäste aus Altshausen. Lukas Boruvka, Adrian Rybinski, Andreas Bieg und Marcel Seimen stellten sich der Aufgabe. Der Start verlief eigentlich nicht schlecht: Das Doppel Rybinski/Boruvka konnte punkten, und auch in den Einzeln holten Lukas Boruvka und Adrian Rybinski jeweils einen Sieg gegen Gabor Toth. Doch in den entscheidenden Momenten fehlte das Quäntchen Glück – beispielhaft war die bittere Fünfsatz-Niederlage von Lukas Boruvka gegen die Nummer 1 der Gäste, Dmitrij Mazunov. Am Ende stand ein 3:7 auf dem Papier. Überschattet wurde die Partie von Problemen mit der Hallenbeleuchtung – ein kurioses Vorzeichen für das, was uns später in der Saison noch einmal begegnen sollte.
Fehlstart nach Traumstart: TTC Hegnach – TSG Heilbronn (8:2)
Eine Woche später, am 29. November, mussten wir in Hegnach stark ersatzgeschwächt antreten. Mit Andreas Bieg auf Position 1 sowie Manuel Drauz, Robin Gligorov und Patrick Jansohn gingen wir als klare Außenseiter ins Rennen. Das Spiel begann sensationell: Beide Eingangsdoppel (Bieg/Drauz und Gligorov/Jansohn) wurden im fünften Satz gewonnen! Wir führten plötzlich 2:0. Doch was folgte, war leider ein kompletter Bruch im Spiel. In den Einzeln konnten wir dem Druck der Hegnacher nicht mehr standhalten und gaben alle acht folgenden Spiele ab. Aus der 2:0-Führung wurde eine 2:8-Niederlage.
Gegen den Favoriten ohne Chance: TSG Heilbronn – SC Staig (2:8)
Am Nikolaustag war der SC Staig zu Gast. Jakub und Lukas Boruvka, Andreas Bieg und Marcel Seimen versuchten, dem Favoriten Paroli zu bieten. Jakub Boruvka zeigte ein starkes Tischtennis und bezwang Damian Zech mit 3:1, und auch Marcel Seimen konnte Thomas Huber in vier Sätzen niederringen. Mehr war an diesem Tag jedoch nicht zu holen. Besonders bitter waren die knappen Spiele, wie die Viersatz-Niederlage im Doppel von Boruvka/Boruvka oder das enge 0:3 von Jakub gegen Gerd Richter, bei dem die Sätze hart umkämpft waren. Endstand: 2:8.
Licht und Schatten im Schwarzwald: TTC Tuttlingen – TSG Heilbronn (8:2)
Zum Abschluss der Vorrunde ging es am 13. Dezember nach Tuttlingen. Wieder gab es Lichtprobleme – diesmal in der Fremde. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Wochen: Wo wir sind, geht scheinbar das Licht aus – hoffentlich nur sprichwörtlich bezogen auf die Hallentechnik und nicht auf unsere spielerische Zukunft! Sportlich war es erneut schwer. Jakub Boruvka (gegen Thomas Fader) und Marcel Seimen (gegen Niki Schärrer) sorgten für die einzigen beiden Punkte auf unserer Seite. Die Doppel gingen diesmal beide an den Gegner, wobei Bieg/Seimen sich erst im fünften Satz geschlagen geben mussten. Auch hier hieß das verdiente Ergebnis am Ende 8:2 für den Gastgeber.
Die Ausgangslage: Eine Mammutaufgabe wartet
Wir gehen also mit der „Roten Laterne“ oder zumindest tief im Tabellenkeller in die Weihnachtspause. Die Situation ist ernst, denn die Liga verzeiht dieses Jahr nichts. Untypischerweise steigen diese Saison gleich drei Mannschaften direkt ab, und der Viertletzte muss in die Relegation.
Um den sicheren Klassenerhalt zu schaffen, reicht es nicht, den Status quo zu verwalten. Wir müssen in der Rückrunde mindestens zwei Plätze gutmachen. Unsere Hochrechnung ist klar: Wir brauchen geschätzt 5 Siege bzw. müssen mindestens 10 Punkte holen, um das rettende Ufer zu erreichen. Das wird, im wahrsten Sinne des Wortes, „sehr, sehr sportlich“.
Unser Fazit: Krone richten!
Trotz der Niederlagenserie und der düsteren Aussichten lassen wir die Köpfe nicht hängen. Unsere Mannschaft ist im Abstiegskampf erprobt. Wir wissen, wie man unter Druck performt, und wir sind noch lange nicht bereit, uns geschlagen zu geben.
Wir sind zwar sportlich angeschlagen, aber die Stimmung im Team ist intakt. Wie unser beigefügtes Bild zeigt: Man muss sich auch mal selbst nicht zu ernst nehmen, die (Papier-)Krone richten und einfach weitermachen. Wir wären nicht die „Mannschaft des Jahres 2025“, wenn wir jetzt den Mut verlieren würden. Wir nehmen die Herausforderung an und werden um jeden Ball kämpfen, bis der letzte Punkt gespielt ist.
Wir wünschen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch – im neuen Jahr greifen wir wieder an!